Wahlprognose 2021 aktuell: Stabile Umfragen

In zwei Tagen ist Wahltag oder das Ende der Wahlperiode, denn sicher wird der Briefwahlanteil über die 40-Prozentmarke kommen. Gegenüber letzter Woche gibt es nur leichte Veränderungen in den Umfragen, die Union holt etwas auf, die SPD bleibt in dem Korridor der vergangenen Woche.

Wenn Sie den Überblick der Umfragen bei Wahlrecht.de[1] oder bei der Süddeutschen Zeitung[2] anschauen hat sich der Korridor der Werte für die Union leicht verbessert auf 21 (von 20) bis 23 Prozent, bei der SPD bleibt er bei 25 bis 26 Prozent, mit allerdings stärkerem Gewicht auf den Wert 25 Prozent. Auch die aktuelle Umfrage von Forsa für das RTL/ntv-Trendbarometer von heute (24. 9.) zeigt dazu keine Veränderungen [3]. Insofern hellt sich die Lage für die Union nur wenig auf.

Auch bei den anderen Parteien hat sich wenig getan, sodass sich zur Vorwoche ein fast identisches und stabiles Bild ergibt und ich mir die ausführliche Analyse spare.

Was bedeutet das für den Wahltag?

Die Umfrageinstitute weisen darauf hin, dass sie Momentaufnahmen einer Stimmung einfangen und keine Wahlprognosen abgeben. Und Sascha Lobo fragt in der Kolumne für Spiegel Online sogar, ob Herr Laschet die Wahl noch gewinnen könnte[4]. Ich vermute hinter dem Beitrag eine subtile, ironische Kritik an der Inflation und Genauigkeit von Wahlprognosen.

Die Vergangenheit zeigt, dass Wahlprognosen öfter falschlagen, oft auch sehr präzise waren. Die Umfragen liefern derzeit sehr vergleichbare und stabile Werte. Das spricht dafür, dass insgesamt das o. g.  Stimmungsbild korrekt aufgezeigt wird. Andere Daten gibt es nicht und ich vertraue in dem Punkt eher auf Daten als auf ein Bauchgefühl.

Andererseits sind nach der o. g. Umfrage von Forsa 26 Prozent der Wähler*innen noch unentschlossen sein. Insofern kann es noch Überraschungen geben, besonders dann, wenn in der Wahlurne (trotz Bauchgrimmen) das Kreuz bei der Zweitstimme dann doch wieder bei derselben Partei gemacht wird, wie es ein Freund von mir formuliert hat. Die Chancen der Union sind bis zum Wahltag da, doch noch die stärkste Kraft zu werden.

Eine Ampelkoalition macht Olaf Scholz zum Kanzler

Mein Fazit dazu bleibt aber, dass ich die SPD für den Wahltag vorne sehe. Da viele mit einem knappen Wahlausgang rechnen, ist die Wahlbeteiligung vermutlich hoch. Die Linke könnte dadurch noch unter Druck kommen, dass sie an der 5-Prozenthürde scheitert. Ich rechne allerdings nicht damit, da bisher trotzt negativem Trend die Umfragen zwischen 6 und 7 Prozent liegen. Unter den vielen Koalitionsoptionen halte ich die Ampel weiterhin für die wahrscheinlichste Variante. Die Begründungen dazu können Sie in meinem letzten Post zur Wahl lesen.

Ich bin gespannt auf den Wahlausgang, den wir auf einer Wahlparty verfolgen werden. Rheinländer finden ja immer einen Grund zum Feiern. Ich wünsche Ihnen eine spannende und entspannte Zeit.


[1] https://www.wahlrecht.de/umfragen/

[2] https://www.sueddeutsche.de/thema/Bundestagswahl

[3] https://www.rtl.de/cms/letztes-rtl-ntv-trendbarometer-vor-der-wahl-rennen-ums-kanzleramt-bleibt-eng-4836608.html

[4] https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/bundestagswahl-koennte-armin-laschet-entgegen-der-umfragen-noch-gewinnen-a-cc3072b8-ddcf-4033-9c3a-5b638eb99fe5

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